Binz auf Rügen

Jeder, der einmal auf Rügen war, kommt früher oder später wieder dorthin zurück.
Diese Ostseeinsel ist so vielseitig und zieht Jeden in ihren Bann unabhängig von der Jahreszeit.
Die Insel erstrahlt in vielerlei Facetten wie beispielsweise die bekannten Badeorte Binz, Sellin und Göhren im Südosten. Im ländlichen Westen liegen die kleinen Dörfer Gingst und Waase mit den zahlreichen mittelalterlichen Kirchen aus Backstein und den rohrgedeckten Häuschen.

Der wohl bekannteste Teil der Insel Rügen sind die imposanten Steilküsten, die sogenannten Kreidefelsen , welche der berühmte Maler Casper David Friedrich einst in einem seiner berühmten Bilder festgehalten hat.Bereits am Ende des 19 Jahrhunderts entstanden die berühmten Ostseebadeorte Binz, Sellin und Göhren.
In diesen Orten vergnügten sich damals ausschließlich die oberen Zehntausend der Gesellschaft.
Diese Orte bestechen durch strahlend weiße Villen im Kolonialstil, lange Seebrücken welche als Anlegestation für die großen Schiffe diente und endlos lange Strandpromenaden, an welchen die reichen Badegäste flanieren konnten.
Binz ist das größte und bedeutendste Seebad auf Rügen. Es bietet etwa 5000 Einwohner ein idyllisches Zuhause und hat zusätzlich mehr als doppelt so viele Fremdenbetten.
Die Binzer Strandpromenade ist ca. drei Kilometer lang und dort reihen sich Villen im Stil der Bäderarchitektur und moderne Großhotels aneinander.
Diese Villen sind zum größten Teil im Dienst des Fremdenverkehrs zum Ferienhaus umfunktioniert, haben meist direkten Blick aufs Meer und bieten dem Gast ein einzigartiges Ambiente um sich optimal zu erholen.
Das ein oder andere Haus im ehemaligen Bäderstil erinnert noch heute an frühere Zeiten als noch eine strenge Etikette herrschte und die beiden Geschlechter nur strikt getrennt voneinander die herrliche Badepromenade und das kühle Nass genießen durften.Mit dem Bau des Kurhauses im Jahr 1893 wurde Binz zu einem beliebten Badeort des gehobenen Bürgertums. Sowohl an der Strandpromenade als auch in den dahinter gelegenen Parallelstraßen entstanden die vielen Villen, welche heute als Ferienhaus vermietet werden.
Mit dem Bau der berühmten Seebrücke und dem Ausbau der Bahnstrecke von Putbus nach Binz mit der berühmten Bahn, dem sogenannten rasenden Roland, erhöhte sich die Besucherzahl stetig.
Im Jahr 1953 werden viele der Hotel und Pensionsbesitzer bei der „Aktion Rose“ enteignet oder sogar von der Insel vertrieben und die Häuser als Mietwohnung oder Ferienhaus genutzt.
Beispielsweise hat der freie deutsche Gewerkschaftsbund in den 70er Jahren das erste Ferienheim – das Seeschloss übernommen.
Nach der Wende im Jahr 1990 setzten wieder grosse Veränderungen im Ostseebad Binz ein.
Die ehemaligen Eigentümer bekamen zum Teil ihre Villen wieder überschrieben und diese wurden im grossen Stil saniert nd wieder neu aufgebaut. und konnten somit wieder als Hotel oder Ferienhaus genutzt werden.

Dieser Beitrag wurde unter Mecklenburg-Vorpommern, Ostseeregion, Rügen abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.
  • sellin

    Toll, da muss ich hin